Es ist offiziell! Ich gehe zurück ins Krankenhaus oO

Hallo Ihr Lieben

Dass ihr diese Woche schon wieder nur 1x von mir hört, tut mir schrecklich Leid, aber ich kann es momentan auch nicht ändern. So viel dazu!

Worum es heute eigentlich geht – ich kann es selbst noch kaum glauben – ist die Tatsache, dass ich wieder zurück ins Krankenhaus gehen werde. Jawohl, richtig gehört! Verrückt oder?

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Als ich mich damals dazu entschieden hatte, zu Reisen und Deutschland vorerst zu verlassen, war mir eines ganz klar: Nie wieder würde ich zurück in ein Krankenhaus gehen. Ich hatte einfach nach 8 Jahren so viele Eindrücke gewonnen und die Negativen überwiegten bei Weitem. Das möchte ich auch gar nicht so ausschweifend erzählen, aber es hatte sich sehr vieles zum Negativen gewendet und meine private Situation sah auch nicht unbedingt rosig aus. So kam dann der entscheidende Bruch und ich ging von Normalstation auf die Zwischenintensiv, kurz IMC genannt ( Intermediate Care Unit ). Das war eine sehr große Herausforderung und obwohl es für mich dort erheblich besser lief, als auf meiner alten Station, konnte ich meinen körperlichen und psychischen Zerfall nicht mehr aufhalten … man hatte es mir vielleicht nicht immer sofort angemerkt, aber ich war einfach am Ende meiner Kräfte. Ich litt mittlerweile schon seit ca 1 Jahr an massiven Schlafstörungen, bekam in den unpassendsten Momenten Schwindel oder Herzrasen und war ständig aggressiv und überreizt.

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Als ich dann den Entschluss fasste, dass ich aufhören würde um mich einer großen Reise zu widmen fiel mir ein Stein vom Herzen und ich konnte wieder etwas aufatmen. Obwohl es im Nachhinein auch nicht von schlechten Eltern war, diese ganze Vorbereitung fürs Ausland ( es gibt ja so unfassbar viel was man beachten muss ), war ich dennoch Gott froh über meine Entscheidung.

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In den darauffolgenden 18 Monaten habe ich mich unglaublich gut erholt. Ich bin so sehr zu Kräften gekommen, ich wusste gar nicht, dass ich solch eine Energie habe! Und meine Motivation! Ich bekam auf einmal wieder richtig Lust zu arbeiten, als klar war, das ich mich in den nächsten 6 Monaten um eine Stelle bemühen musste.

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Aus irgendeinem seltsamen Grund schaute ich eines abends nach Pflegestellen in Frankfurt. Und sah die Stelle am Flughafen ausgeschrieben … ich war sofort voller Euphorie und bewarb mich innerhalb von ein paar Tagen auf diese Stelle. In Gedanken, dass dies vielleicht mein Weg sein könnte. Eigentlich war ich davon überzeugt, dass das meine Stelle werden sollte. Sollte es aber nicht!!! ( Lies auch diesen Artikel von mir hier ) 

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Nach der Absage stürzte ich in ein großes Loch. Ich musste viel weinen, weil ich mich als Versager und unglaublich Dumm gefühlt habe. Heidi hatte es schwer mit mir in dieser Zeit, sie tat ihr bestes mich zu trösten!
Nun saß ich da, selbstbemitleidend und wusste einfach nichts mit mir anzufangen. So viele Möglichkeiten und doch nicht das Richtige für mich. Und ins Krankenhaus wollte ich ja überhaupt nicht mehr zurück. Ich kann gar nicht richtig beschreiben, wie es sich anfühlt, nichts mit sich und seinem Leben anzufangen zu wissen. Wollte ich ja auch unbedingt nach meiner großen Reise alles richtig machen und etwas für mich finden, das sich gut für mich anfühlt und mich meinen Lebensunterhalt verdienen lässt…

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Tja … und dann kam ganz plötzlich die Wende: Da natürlich meine Familie & Freunde informiert waren über meine Situation und ich auch meinen Zustand nicht verbergen wollte, trudelte eines Abends bei mir ein paar Voicemails ein zu meiner Absage vom Flughafen. Und in 2 Sätzen aus diesen Voicemails hat es kurz klick gemacht. Ein guter Freund & seine Frau versuchten mir Mut zu zusprechen. Und er sagte folgendes: „Hanna, du bist nun mal Krankenschwester. Das ist ein Teil von dir. Und auch wenn du das manchmal versuchst zu unterdrücken, es macht dich eben auch aus. Und du bist ja auch eine gute Schwester!“

In diesem Moment ( so schien es mir zumindest ) begriff ich, wie sehr ich versucht hatte, meine Berufswahl zu erdrücken. Wie sehr ich versuchte, diesen sozialen Teil in mir, dieses „Krankenschwestergen“ im Keim zu ersticken. Wie sehr ich versucht hatte, meine Ideale, mein Glauben & meine Berufung verschwinden zu lassen, denn genau all dieses führte damals dazu, dass ich mich entschied, Krankenschwester zu werden. Und noch viel wichtiger, was mir in diesem Moment klar wurde; es war noch nicht an der Zeit zu gehen!

Da ich persönlich an Gott glaube und fest davon überzeugt bin, dass er einen Plan für jeden Menschen hat, glaube ich folglich auch daran, dass ich ihm vertrauen muss und meine Pläne nicht immer seinen entsprechen, ich aber darauf vertrauen darf, dass seine Pläne das Richtige für mich sind. Das kannst du dir jetzt ummünzen wie du willst, ob du an ein Universum glaubst das dich führt, oder ein Schicksal oder was auch immer.

Jedenfalls, um auch mal zum Punkt zu kommen: Ok, ich werde also allem Anschein nach ins Krankenhaus zurück gehen. Aber ich kann & will nicht wieder so arbeiten wie früher, Also muss eine andere Taktik her. So wurde der Plan geboren, dass ich in den ersten 6 Monaten 100% arbeite und danach auf 70% reduziere ( denn damit kann ich noch meine Miete und wichtige Rechnungen bezahlen ) um nebenher studieren zu können, Fortbildungen besuchen & mir, wenn alles nach Plan läuft, den Traum vom Hund endlich erfüllen kann.
So habe ich mich an verschiedene Kliniken gewandt und nach vielen Gesprächen und Probearbeiten wurde es nun ein Krankenhaus etwas außerhalb von Frankfurt. Ich gehe zurück auf eine chirurgische IMC. Und ja, ich freue mich!!!! Das Team war super nett, ich habe mich dort wohl gefühlt und einiges erinnerte mich auch an meine alte Station und das gab mir ein Gefühl von Sicherheit und dass ich es auch schaffen kann!

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Und dazu noch ganz kurz: Um wieder fit zu werden, habe ich mich in einem Yoga Studio angemeldet und gehe nun 3-4x die Woche dorthin. Es ist richtig HART, denn ich benutze Muskeln beim Yoga, von denen ich gar nicht wusste, dass sie in meinem Körper vorhanden sind. Aber ich denke es ist eine sehr gute Vorbereitung auf den Januar, denn ab dem 1.1.2017 steige ich wieder ins Arbeitsleben ein!

Da ich leider keine vernünftigen Bilder von meiner Zeit im Krankenhaus habe, mussten nun bedauerlicherweise die Instagram Bilder her halten … sorry dafür!

Bis zum nächsten Mal …

2 Comments

  1. Dein Bericht hat mich tief berührt und es zeigt sich immer wieder, dass wenn man Dinge annimmt so wie sie eben sind, dass es einem dann viel besser geht ❤️ und sich dadurch neue Chancen auftun ? Freue mich sehr für dich und bin überzeugt, dass du mit dieser Einstellung den Berufsalltag gut bewältigen wirst ?? und sogar Freude empfinden wirst ?

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