Freunde sind die Familie die wir uns selbst aussuchen

Das Leben ist ein einziger „Flow“ – wie man so schön sagt! Und mein Flow war es, in den letzten Wochen meine Hausarbeit für meinen Wundexperten endlich zu ende zubringen. Man — das hat mich vielleicht Nerven gekostet! Aus irgendeinem unerfindlichen Grund kann ich mich nur schwer hinsetzten und lange konzentrieren. Also stocke der Flow und ich hatte größte Mühe. Deshalb habt ihr euch so lange nichts von mir gehört …. =(
Jetzt läuft der Flow aber wieder. Zum Glück! Die Hausarbeit ist fertig, ich gehe wieder ins Yoga und unsere nächste Reise steht bald bevor. Mit meinem betrieblichen Gesundheitsmanagement mache ich mir ebenfalls kein Stress mehr. Ich habe angefragt ob ich die Betreuungszeit verlängern kann – ich kann. Ich setzte Prioritäten. Fällt mir zwar schwer, aber ich bin nun mal keine Maschine und kann nicht alles gleichzeitig machen. Lieber setze ich noch auf Freizeitaktivitäten die mir gut tun. Wie auf den Hund aufpassen (hier mein Artikel von letzter Woche über das Hundesitting), ins Yoga gehen und seit diesem Jahr endlich wieder mehr lesen. Bücher, wohlgemerkt.

Aber darum wird es heute nicht gehen. Nicht direkt. Denn auf was ich auch setze und was in meinen Augen wahnsinnig wichtig ist – sind die Menschen um uns herum! Ich wollte schon Ewigkeiten einen Artikel über Freundschaft schreiben.

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Im Laufe meines Lebens habe ich gelernt, dass ich eher der beständige Typ bin, was Freundschaften angeht. Meine 3 besten Freundinnen, die mich ein ganzes Wochenende lang besucht haben, habe ich schon zwischen 10-14 Jahren. Die Bilder in diesem Artikel sind von dem besagten Wochenende.

Ich teile die Menschen in meinem Leben wie folgt auf: beste Freundinnen, gute Freunde, Freunde und Bekannte. Manchmal verwischen diese Linien auch. Da darf und soll jeder seinen eigenen Regeln folgen.

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Für mich sind meine Freunde unglaublich wichtig. Vor allem meine 3 besten Freundinnen. Sie sind alle schon sehr lange an meiner Seite und der Spruch: Freunde sind die Familie die man sich selbst aussucht – da steckt viel Wahres drin. Ich habe mir genau diese Menschen ausgesucht, weil sie so sind wie sie sind. Prinzipiell habe ich mit meinen engen Lieben Überschneidungspunkte. Das ist meiner Meinung nach immer gegeben, wenn man befreundet ist. Und dann gibt es da noch den Teil des Anderen der sich nicht überschneidet. Davon leben meine Freundschaften zum Beispiel. Wir sind nicht immer alle einer Meinung und das ist auch gut so. Ich habe mir mit meinen Freunden eine Konstante geschaffen, in der man respektvoll und ehrlich miteinander umgeht. Und so kann es auch sein, dass man völlig unterschiedlicher Meinung ist, sich diese mitteilt und dann vielleicht zu ganz neuen Erkenntnissen kommt. Erging mir schon oft so. 

Ein anderer wichtiger Punkt für mich ist : Freunde müssen dir gut tun. Es gibt nichts schlimmeres als sich mit jemand herum zu schlagen, der nicht zu einem passt. Das ist ja das tolle an der Sache: eine Familie hat man, ob die einem passt oder nicht. Aber die Menschen um sich herum, die kann man sich, (nicht immer aber ihr wisst wie ich es meine), aussuchen. Wir Menschen neigen dazu, auch durch Social Media, alles und jeden in unser Leben zu lassen, mit jedem sind wir BestFriends – das kann auf Dauer nicht funktionieren. Und selten gibt es auch die Momente, in denen man erkennen muss, dass eine Freundschaft zu Ende geht. Auch da rate ich euch konsequent zu sein, denn wenn man völlig auseinander driftet, zieht das nur unnötige Energie aus euch heraus. Lass die Menschen ziehen, wenn du spürst, dass sie nicht mehr zu dir passen. Sei offen für neue Leute. 

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Mal ein Beispiel aus meinem persönlichen Leben: Ich war jahrelang mit einem Mädchen, noch damals, aus dem Berufskolleg befreundet. Sie und ihre Familie waren mir durch ihren christlichen Glauben einen großen Halt in einer stürmischen Zeit. Sie war völlig Jesus zugewandt und zog mich tief in den Glauben hinein, was parse gut war. Doch dann veränderte ich mich, ich zog in die Stadt, beendete meine Ausbildung, verliebte mich in eine Frau. Da fingen die ersten Probleme an. Für mich war mein Glaube und eine Frau zu Lieben in Ordnung, für sie nicht. Wir hatten versucht das irgendwie zu meistern, dann ging ich ins Ausland. Als ein Besuch in Deutschland anstand, war Deutschland außer rand und band mit der Flüchtlingskrise und der AfD beschäftigt. Wir wollten uns treffen und per Zufall erfuhr ich, dass sie die AfD super findet. Der Schock schlechthin. Ich informierte mich über die AfD und deren Wahlprogramm und wollte sehen was ihre Meinung ist. Sie war mir wichtig, deswegen habe ich dem Treffen zugestimmt. Heraus kam völlig Fassungslosigkeit und Unverständnis. Sie war so von der AfD überzeugt, dass ich nicht anders konnte, als die Freundschaft zu ihr zu beenden. Da ging es mir noch nicht mal um die Flüchtlinge oder dass die AfD keiner Ehe für Alle zustimmt, sondern um ganz banale Dinge, wie meine Rechte als Frau. Sie wollte zu Hause bleiben und eine große Familie gründen. Dafür sollte mehr Geld her, weniger für die Kita´s und die Frauenquote gehört ebenfalls abgeschafft. Europa soll es nicht mehr geben, Grenzen müssen her. STOP! Für mich war ein Punkt erreicht, an dem wir soweit auseinander drifteten von unseren Prinzipien, dass ich die Freundschaft beenden musste. Ich bin kein Typ der Freundschaften auslaufen lässt, ich gehe da straight und radikal vor. Und in meinen Augen war das die richtige Entscheidung. Wir hätten uns vermutlich immer wieder an diesen Themen hochgeschaukelt und so soll jeder seines Weges gehen ….

Genug von dem Thema an sich, zurück zu meinem Wochenende =)

Wir hatten eine super Zeit zusammen. Ich liebe meine 3 besten unheimlich!!! Und ich unendlich Dankbar für ihre Freundschaft! 

Wir haben eine geniale Zeit zusammen in Sandros Kochladen in Frankfurt gehabt.IMG_2057

Sandro selbst führt sein kleines Café / Kochladen / Pizzabude mit viel Herzblut! Man fühlt sich sofort wohl, er berät einen bei Fragen, ist ehrlich (was ich persönlich top finde!!!!! Großes Lob hier) und agiert ultra entspannt, selbst wenn der Laden brechend voll ist. Sandro bietet Kaffee, Wein, Bier, ein paar Snacks und hin und wieder ein Pizza + Biera Abend an.IMG_2257

Eigentlich alles was man sich wünschen kann. Wir kommen auf jeden Fall wieder!

ich hoffe die Bilder gefallen euch und freue mich über euer Feedback ♠

Bis zum nächsten Mal …

 

1 Comment

  1. So etwas wie „Freunde“ gibt es gar nicht.

    Deinen Blog find ich trotz allem sehr interessant und verfolge ihn gerne weiter. Ich würde Dir empfehlen speziell diesen Text nochmal Korrektur zu lesen habe jetzt beim lesen einige Rechtschreib und Grammatikfehler entdeckt. Kein Hate nur ein gut gemeinter Rat 😊

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