Ich habe was? Richtig, den Job gekündigt

Ihr Lieben 

Für die, die meinen Blog verfolgen ( und ich gehe davon aus, dass es recht wenige sind 😀 ) möchte ich nicht vorenthalten, dass mein Leben mal wieder Achterbahn fährt. Ich entscheide mich bewusst für das Wort Achterbahn, denn ich entscheide selbst, ob ich in die Achterbahn einsteige oder nicht!

Und damit kommen wir auch direkt zum Punkt: Ich habe gekündigt! Jawohl, meinen Job im besagten Krankenhaus gekündigt. Kurzen Prozess gemacht. Ende und Aus. Es ging einfach nicht mehr …

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Ich möchte kurz erklären wie es dazu kam: schon am Anfang ist es mir schwer gefallen, vernünftig Anschluss zu finden. Ich vermute mal, dass ich als Schwäbin ein wenig anders ticke als meine hessischen Mitmenschen. Das lassen wir einfach so stehen =)
Jedenfalls habe ich zunehmend gemerkt, dass das für mich dort keinen Sinn macht. Als es dann noch einen Wechsel in der Leitungsposition gab, war für mich die Sache klar … bzw, nein, das ist falsch gesagt. Ich habe natürlich mit mir gehadert, habe hin und her überlegt und versucht so tief in mich hinein zu hören wie es mir möglich ist. Darauf zu vertrauen, dass Gott ( oder an was du auch immer glauben magst ) mich leiten wird, einen Weg aufzeigen wird, in welche Richtung ich gehen soll.
Heraus bei dieser Suche kam ein sich zunehmend zusammenkrampfender Magen und die Gewissheit, dass es an der Zeit für mich ist, zu gehen. 

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Im Nachhinein betrachtet ( ich kann das sagen, weil mein letzter Arbeitstag Mitte März war ) war es die absolut richtige Entscheidung. Selbst an meinem letzten Tag habe ich es deutlich gespürt und mir kam die Erkenntnis : ich passe einfach nicht in dieses Team. Die Arbeit an sich hat mir wirklich Spaß gemacht, ich habe sehr viel Neues dazu gelernt, aber diese Teamsache ….ajajaj. 

Wir versuchen uns täglich in tausende von Rastern zu pressen, wir wollen funktionieren, alles erreichen und dabei so anpassungsfähig wie möglich sein. Ich dachte, ich gehöre zu der Sorte Menschen, die sich mit jeder Art von Team arrangieren können – tja, das kann ich wohl doch nicht. Und um diese Erkenntnis bin ich unheimlich froh. Ehrlich. Ich, du, wir – müssen nicht überall hinein passen. Das hat in meinen Augen nichts mit Schwäche zu tun, wenn man ehrlich zu sich selbst ist und auch mal sagt – ok, passe ich eben nicht in das Team und gehe. Denn ein paar Leute wollten mir einreden, dass ich feige bin, weg laufe, mich nicht meinen Problemen stelle.
Ich bin der Überzeugung, dass ich mit fast 30 sehr wohl weiss, wann ich mich Problemen zu stellen habe und wann es auch mal besser ist, einen anderen Weg zu gehen.

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Um die ganze Sache abzuküren: ich habe gekündigt, habe Bock auf Reisen bekommen, direkt Flüge in die USA gebucht und mich selbst krankenversichert, da ich vorerst keinen neuen Arbeitgeber haben werde. Richtig gehört…ääähhhh gelesen -> ich bleibe vermutlich 2 Monate ohne Job. Du denkst das geht nicht? Ohhhh und ob das geht. Pause. Mal kurz durchatmen. Quality time mit meiner bezaubernden Freundin verbringen, die wirklich viel auf sich nimmt, um mit mir einen Monat nach Texas zu fliegen. Wir werden meine Freunde von dort besuchen, bei denen ich auch schon während meiner großen Weltreise einige Monate gewohnt habe.

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Total verrückt, oder? Es ist nicht so, als ob ich tatsächlich die Auszeit bräuchte, aber ich nehme sie dankbar an. Finanziell? Ich bin ziemlich gut im sparen, meine Freunde wollen keine Miete sondern nur guten Käse und bestimmte Süßigkeiten aus Deutschland. Das geht alles. Wenn man will. Man muss es wollen, sonst funktioniert es nicht. Und natürlich verzichten. Viel verzichten damit man mehr in Reisen investieren kann. Aber zum Glück habe ich ein Händchen dafür.

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Wir kommen Anfang Mai zurück. Im Mai werde ich noch eine Woche ins Kloster gehen. Das gönne ich mir. Zeit mit meinem Kumpel Jesus – muss auch mal sein =) Und dann suche ich mir einen neuen Job. Ich habe zwar noch absolut keine Ahnung wie / wo / was, aber ich vertraue darauf, dass ich etwas Neues finden werde. Ich würde auch wieder ins Krankenhaus gehen , keine Frage. Mal sehen was sich ergibt.

Soweit so gut. Für mehr Abenteuer: auf.einen.kaffee

BTW: Die Bilder sind aus Amsterdam. Dort waren wir letzte Woche zu Besuch bei meinem Bruder der dorthin ausgewandert ist. War mega cool =)

Bis zum nächsten Mal … 

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