Wohin des Weges?

Tja – wohin des Weges?

Das ist gerade einer der zentralsten Fragen, die mich beschäftigen.

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Ich habe dieses Jahr meinen Job als Krankenschwester gekündigt. Nachdem Ende März mein letzter Arbeitstag war, haben wir noch meinen Bruder in Amsterdam besucht und sind Anfang April in die USA nach Texas zu meinen Freunden geflogen.
Ein bisschen Erholung, mal nicht an Morgen und an meine joblose Situation denken.

Seit wir wieder zurück sind, dreht sich natürlich alles darum. Freunde & Familie lassen keine Gelegenheit aus zu fragen wie es weitergeht. Zurecht!
Nur die nüchternde Antwort ist: Ich weiss es nicht.

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Ich befinde mich momentan in so einer Transformationsphase. Ich checke ganz bewusst mein Innenleben und hole mir viel Input von Außen, aka Podcasts hören, diverse Bücher lesen oder spirituelle Menschen um Rat fragen. Oder ich bin im Kloster, so wie gerade eben.
Es scheint sich etwas in mir zu verändern, ich möchte in eine NEUE Richtung gehen. Ich habe keine Lust mehr auf ein Leben, dass mich nicht glücklich macht. Keine Lust auf einen Job der nicht zufriedenstellend ist.

Aus logischer Sicht liegt es klar auf der Hand, dass ich postwendend zurück ins Krankenhaus sollte. Ich kann Morgen anfangen, steige direkt mit meiner Gehaltsstufe ein und wenn ich mich von einer Zeitarbeitsfirma anstellen lasse, bekommt man heutzutage als Gesundheits- und Krankenpflegerin noch Boni obendrauf.

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Aber will ich das wirklich? Möchte ich wirklich zurück ins Krankenhaus? Wie war denn jetzt mein Jahr, zurück in der Klinik?
Durchwachsen, anstrengend, überraschend, ich habe viel gelernt – jedoch wurde mir auch wieder vor Augen geführt, wie das System tickt. Möchte ich weiterhin Mitglied in diesem System sein? Ich spreche jetzt nur über die Pflege!
Am Anfang dachte ich – ja klar, gehe ich nochmal zurück. Wieso auch nicht … Aber dann habe ich etwas aus einem Podcast aufgeschnappt, was in Etwa so lautete: Viele Menschen machen oft etwas, weil es ihnen die Gesellschaft so vorgibt. Weil man denkt, es sei richtig, dass so zu machen. Aber wie wäre es, wenn du mit etwas einfach mal loslegst, was dir Spaß macht? Etwas an dem du echte Freude hast? Und plötzlich kam mir Kaffee in den Sinn ….

Ich weiss noch nicht, wie es weiter gehen wird. Ich bin auf der Suche, bewerbe mich hier und da und vertraue. Ich vertraue darauf, dass es gut ist, einen ersten Schritt zu wagen. Denn wenn ich mit nichts anfange, kommt auch nichts. Durch diesen ersten Schritt – nämlich dass ich nicht unbedingt zurück in ein Krankenhaus muss, setzt schon Energien frei, die mir helfen werden, das Richtige für mich zu finden. Daran glaube ich …

An was glaubst du ?

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Bis zum nächsten Mal …

4 Comments

  1. Ich glaube daran, dass du das Richtige für dich finden wirst. Vielleicht nicht gleich sondern auf Umwegen, aber am Ende steht das Ziel. HDGDML Mom

  2. Ich finde es total gut, dass du erst einmal versucht herauszufinden, was du wirklich willst. Ich hoffe du findest bald den richtigen Weg für dich!
    Liebe Grüße
    Sarah

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